2015 – Das Jahr, in dem ich aufhörte, mich um „Wearables“ zu kümmern

By | 7. Januar 2016

Moin!

Das Jahr ist jetzt schon fast ne Woche alt, die meisten Rückblicke sind geschrieben und auch ich hätte eigentlich noch genug aufzuarbeiten. Jetzt will ich aber erstmal ein Thema abhaken, dass mich die letzten 1.5 Jahre begleitet hat, und dessen Ära für mich aber irgendwann im Laufe des letzten Jahres endete.

Die Ära der „Wearables“.

Anfangs war ich ja doch ziemlich interessiert, hab mir die neuesten Geräte angeguckt und überlegt, welches für mich wohl den größten Mehrwert hätte. Im Mai 2014 habe ich mir dann in einer Sonderaktion das damals recht aktuelle UP24 von Jawbone geholt.

Display wollte/brauchte ich nicht, aber das drahtlose Synchronisieren war schon ein Must-Have. Ich brauchte auch keine sonderlich ausgefeilte Technik, einfach nur Auswertung von Schritten und Schlafdauer sowie -qualität, das reichte mir schon.

Diesen Part hat das UP24 auch tadellos erledigt, keine Frage, und die Akkulaufzeit von fast 2 Wochen ist noch immer unschlagbar.

Bis auf wenige Ausnahmen hatte ich es immer am Handgelenk und habe entsprechen die Schritte und den Schlaf getaggt. Da das Armband nicht automatisch die Schlafphase erkennen kann, war fast schon ein kleines Ritual. Buch weglegen oder Fernsehern ausmachen, UP in den Schlafmodus bringen, und dann wird auch gefälligst geschlafen!

Vor genau einem Jahr machte dann die erste Version des UP24 schlapp.

Der Knopf für die Bedienung fiel einfach ab. Man konnte die Armband-Modi zwar noch mit nem Stift oder über die App steuern, aber komfortabel ist was anderes.

Das war schon so der erste Dämpfer. Nicht mal 1 Jahr gehalten, da macht sich vielleicht die fehlende Erfahrung mit der Haltbarkeit von Geräten, die ständig am Körper getragen werden, bemerkbar. Physische Belastung, Schweiß, Regen, in der Bewegung mal am Pulli hängengeblieben: sowas kommt alles vor.

Austausch war aber kein Problem. Jawbone kontaktiert und innerhalb kurzer Zeit ein neues Ersatzgerät bekommen, welches ich dann auch wieder getragen hab.

Allerdings ließ mein Enthusiasmus merkbar nach.

Im Endeffekt wurden die alltäglichen Werte immer uninteressanter. Wenn ich wenig oder schlechten Schlaf hatte, hab ich das eh am nächsten Morgen gemerkt. Einfach weil ich scheiße drauf und müde war. Die Bestätigung vom Up war zwar interessant, aber im Endeffekt nur Papier. Bin ich deswegen früher ins Bett? Nein, ich lass mir doch von so nem Ding nicht vorschreiben, wann ich zu schlafen hab!

Mit den Schritten ähnlich. So die nicht-alltäglichen Ausreißer waren zwar interessant, so wie mein Rekord von fast 30.000 Schritten an einem Tag in London. Aber der Alltag? Irgendwann war klar, welche Distanz ich so an meinem normalen Arbeitstag zurücklege. Aber nur um der Schritte willen noch dreimal um den Pudding latschen? Nee, lass mal.

Es hat mich einfach nicht mehr gepuscht, motiviert oder auch nur irgendwie interessiert.

Dazu kam noch mein „Debakel“ mit der Pebble Time. Bei der Kickstarter-Vorstellung war ich begeistert und hab gleich gezahlt. Grade die Akkulaufzeit fand ich knorke. Aber ich hätte es ja besser wissen müssen, ich trag ja generell schon seit Jahren keine Uhren. Pebble dann ausgepackt, an den Arm gepackt… und dann erstmal nicht gewusst, was das überhaupt soll. Ich hab mein Handy doch eh immer in Reichweite. Push-Nachrichten? Wetter? Termine? Naja, geht alles, aber dafür ständig son klobiges Ding mit sich rumschleppen? Narf. Nach 2 Tagen aufgegeben und mit +/- 0, dafür mit ner Menge Ebay-Ärger wieder vertickt. Soviel dazu.

Ende letzten Jahres hat sich dann, diesmal nach weniger als 6 Monaten, das Ersatz-Up zerlegt. Das Gummi sah immer ausgeleierter aus (ein anderes Fehlerbild als bei der ersten Version) und so wurde es immer schwieriger, den Modus-Knopf zu bedienen. Und letztendlich machte es irgendwann laut „knack“ und eine essentielle Komponente im inneren ging wohl durch mechanische Belastung über den Jordan.

Für ein Gerät dieser Preisklasse leider scheiße, muss man so sagen.

Ich für meinen Teil jedoch hab es dann dabei belassen, hab auch Jawbone nicht nochmal angeschrieben. Im Endeffekt hatte ich eh schon mit dem Gerät innerlich abgeschlossen, es hat mich im Alltag ja eh zwar noch begleitet, aber nicht mehr in irgendeiner Weise motiviert. So why bother? Es war halt ja doch auch ein ziemlich starres, etwas klobiges Teil, an das man sich zwar gewöhnt hatte, aber trotzdem immer im Bewusstsein war. Grad und vor allem beim Schlafen.

Also habe ich das kaputte Ding abgelegt, die App deinstalliert und auch erstmal alle Pläne verworfen, das Up mit einem anderen Gerät zu ersetzten. Es bringt mir einfach nichts mehr.

Was ich mir eigentlich ja wünsche bzw. was für ein Wearable ich mir noch kaufen würde, wäre eines, was mir beim Joggen oder Radfahren das Smartphone ersetzten könnte. Oder generell alle anderen Gerätschaften die man so mit sich rumschleppt, wie Pulsmesser, Brustgurt, Musicplayer etc.pp. Sprich, es müsste ein kleines, leichtes Gerät mit GPS, Map-Trackingfunktion und am besten Pulsmesser sein. Zucker wäre ein interner Speicher für Musik über Bluetooth und Abgleich mit Strava/Runkeeper oder ähnlichem. Aber auch das würde ich dann ganz gezielt nur zum Sport tragen wollen und nicht jeden Tag mit mir rumschleppen.

Wenn einer so ein Gerät kennt oder gerne bauen würde, immer her mit Input!

Ansonsten bleibt die Gerätekategorie „Wearables“ bei mir jetzt erstmal ziemlich weit unten auf meiner Prioritätenliste. Wie immer bleibe ich interessiert am Fortschritt und neuen Geräten, aber auf absehbare Zeit werde ich wohl in keinen neuen Fitnesstracker oder Smartwatch investieren.

 

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