A lot is going on

By | 7. März 2015

Hey Leute.

Lange nichts mehr von mir gehört, aber das hat einen guten Grund. Ich habe derzeit irgendwie kaum Zeit zu bloggen oder mich mit dem Blog zu beschäftigen, weil ich derzeit tatsächlich ganz schön in Beschlag genommen werde von meiner neuen Arbeit.

Einige haben es vielleicht schon mitbekommen, ich habe (hoffentlich) endlich den Absprung aus dem Support-Elend geschafft und am 01. Dezember letzten Jahres bei den Codemonauten in Frankfurt als „DevOps Engineer“ angeheuert. ( http://lmgtfy.com/?q=devops+engineer )

Ja, was soll ich sagen. Da werkelt ich jetzt also seit Dezember an den Stellschrauben des Internets und bin damit ganz schön ausgelastet. Positiv ausgelastet, muss ich betonen. Zu einem Part beschäftige ich mich derzeit mit den ganzen aktuellen „bleeding edge“ Technologien wie Docker, CoreOS, vulcand und noch so exotischem Zeug und wir versuchen, aus den neuen Technologien tatsächlich benutzbare Anwendungen und Services zu bauen. Hochinteressant, aber viel Frickelwerk, weil es dazu noch buchstäblich kaum dokumentierten best practices gibt. Nach den ersten zwei Google-Ergebnisseiten ist dann meist schon Schluss und man muss mit dem, was man hat versuchen, seinen eigenen Workaround zu finden.

Aber so als praktisches Beispiel läuft der „Bundesedit“ Twitterbot, bzw. drei derzeitig auf dieser Engine laufende Bots, jetzt seit einigen Wochen stabil in Docker-Containern auf einem CoreOS System bei Amazon. Das ist jetzt webengineerseitig bestimmt keine Raketenwissenschaft, aber es ist dann doch ein cooles Gefühl, etwas „live“ gebracht zu haben.

Eine Erfahrung, die ich bisher in meinem Berufsleben kaum machen durfte. Meist war Eigeninitiative gar nicht erwünscht oder die eigenen Lösungsvorschläge wurden ignoriert oder in der Bürokratie begraben. Wenn man dann doch mal was aufgezogen hat, wurde dass dann im besten Fall von der höheren Hierarchieebene ignoriert oder, wie auch oft genug erlebt, als Erfolg zum Erhalt der eigenen  „Machtposition“ vereinnahmt. Ganz schrecklich.

Aber damit ist jetzt ja Schluss. Und natürlich beschäftige ich mich nicht nur mit den ganzen brandneuen DevOp-Hipster-Tools, sondern auch ganz grundlegend mit den Basics des Webengineering.

Nginx, Apache, Varnish Cache, HAProxy, Loadbalancing, Datenbanken, Amazon Web Services, DNS, Aliases, CNAME, Firewalling, Bash, Regular Expressions, Git, Chef, logging, awk, sed and so on, etc.pp. Die ganzen Grundlagen halt, auf denen die ganzen Server und Services, die wir alle so selbstverständlich jeden Tag nutzen, aufgebaut sind und die Tools, mit denen sie am Laufen gehalten werden.

Hochinteressantes Thema, auf jeden Fall, aber für mich doch durchaus zeitraubend. Obwohl ich nicht wirklich Berührungsängste habe, merke ich doch, dass es mir da an Hands On Erfahrung fehlt. Ich hab halt ständig das Gefühl, einfach viel zu lange für alles zu brauchen, auch weil ich mich gefühlt mit viel Trial und Error durch die Konfigurationen hangeln muss. Ich glaube schon, voran zu kommen und es ist mir auch wichtig, die Sachen die ich mache auch zu verstehen und nicht nur Config-Dateien zu copypasten, aber es braucht halt seine Zeit.

Und so bleibt einiges drumherum, wie z.B. dieser Blog, halt liegen. Allein diese Woche habe ich mir selber so gefühlte 10 bis 12 Stunden-Tage gegeben, jeweils noch abends weitergefrickelt oder zumindest irgendwo eingelesen. Auch nicht weil ich das Gefühl hab, ich muss die Zeit jetzt investieren, sondern weil ich das will. Ich will das verstehen, ich will die Chance nutzen, in dem Bereich Fuß  zu fassen und mich in der kleinen geilen Firma etablieren.

So eine Chance kommt halt meist nur einmal und ich hab halt einiges an Basiswissen aufzuholen.

Also, dass so als kurze Erläuterung zu dem, was mir grad so ein bisschen (im positiven Sinne) die Zeit raubt und im Kopf herumspukt. Irgendwann wird sich das wohl auch wieder alles ein bisschen Normalisieren und vielleicht wird dieser Blog dann ein bisschen technischer, wenn ich die Muße habe etwas ausführlicher zu erläutern, an was für Projekten ich grade so schraube.

Drückt mir auf jeden Fall mal die Daumen!

 

2 thoughts on “A lot is going on

  1. Lina Madita

    Ich freu mich echt sehr, das zu lesen. So hab ich mir das für dich vorgestellt. Und so solls (mit Lerneffekten natürlich) auch weitergehen.
    Alles richtig gemacht. <3

    Reply
    1. admin Post author

      Danke!
      Ja, ich freu mich auch. Auf jeden Fall für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss ich mich wie gesagt nur etablieren. So ein bisschen Sorge hab ich da tatsächlich noch im Hinterkopf, ich will ja nicht ein „Kostenfaktor“ sein, sondern mein Geld auf wert sein.
      Also, deswegen das „Daumen drücken“ 🙂

      Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.