Guardians of the Galaxy

By | 12. September 2014

Moinsen.

Zum ersten Mal seit einigen Wochen wieder im Kino gewesen. „Guardians of the Galaxy“ kam ja sowohl bei Kritikern, echten Comic-Freaks und auch bei ganz normalen Popcorn-Kinogängern recht gut an und so haben wir uns auch mal wieder ins Kino verirrt.

Eigentlich bleibt ja nicht allzuviel zu sagen, die meisten haben den Film eh schon gesehen oder entsprechend viele Kritiken/Reviews gelesen, daher belasse ich es bei einem Kurzfazit, wobei ab jetzt gespoilert werde könnte.

Der Film war gut gemacht, hatte mit fast genau 2h die perfekte Länge um keinen Stillstand aufkommen zu lassen und war sehr unterhaltsam.

Insgesamt fand ich den Humor manchmal ein bisschen zu sehr „in your face“ allerdings driftete es nie ins Niveaulose oder extrem Platte. Der Charakter von Rocket Racoon war natürlich extrem auf Lacher ausgelegt, da zündete bei mir nicht jeder Wortwitz, aber da ich die Comics nicht kenne, kann das ja durchaus seinem Comic-Charakter entsprechen. So interpretiere ich zumindest die positive Reaktion von den Comic-Kennern. Wenn sich der Film zu weit von der Comicvorlage entfernt hätte, wäre da die Reaktion bestimmt gemischter ausgefallen.

Auf die 3D Effekte hätte ich gut verzichten können, aber das ist ja eine Grundsatzdiskussion. Ich finde es immer etwas ärgerlich auf einen gewissen „Fokuspunkt“ genötigt zu werden und hab dann immer im Augenwinkel das Gefühl der Unschärfe im Rest des Bildes. Aber egal, es gab den Film bei uns nun mal nur in 3D.

Man kann natürlich auch eine prinzipielle Diskussion darüber führen, ob man Logikfehler bei einem Film bemängeln kann, dessen Hauptdarsteller u.a. ein sprechender Baum und ein genmanipulierter Waschbär sind, aber 2-3 Dinge sind mir halt doch noch aufgefallen.

Zum einen wäre da die Kommandobrücke des Space-Knastes. Gesichert mit Panzerglas, welches von mehreren Raketentreffern grade mal ein paar Sprünge abbekommt, aber, bei Bedarf, gemütlich von innen entspannt rausgetreten werden kann. Fand ich schon etwas zu convenient 😉

Zweiter Kritikpunkt war die sogenannte „Evakuierung“ auf Xandar. Ich erinnere mich, dass in einer Szene des Angriffs der Black Ester explizit gefunkt wird, dass die Stadt evakuiert sei. Vielleicht meinte er ja die ganze Stadt, bis auf die unmittelbare Umgebung der Absturzstelle der Black Ester. Auf jeden Fall waren Minuten nach einer monumentalen Katastrophe gigantischen Ausmaßes genug Schaulustige vor Ort. Praktisch für die Szene aber logisch? Naja.

Sowieso ging dem Absturz eine der größten Kritikpunkte voraus. Um die Black Ester zu stürmen, wurde erstmal ein Loch in die Aussenhülle geschossen und sich dann der Weg zur Brücke mühsam freigekämpft. Dann wiederum kam Rocket Racoon auf die gloriose Idee, einfach direkt mit einem Raumschiff quasi durch die Vordertür in die Brücke zu fliegen. Ging problemlos und ohne Verluste. Warum also nicht gleich so? Hätte zwar ein paar Nahkampfszenen gekostet, aber es war ja offensichtlich möglich.

Anyway, das waren nur 3 kleine Details die mich ein bisschen im Gesamteindruck gestört haben.

Insgesamt bevorzuge ich zwar einen etwas subtileren Humor, der ein wenig zu kurz kam, aber ich hatte definitiv meinen Spaß mit den Guardians.

 

 

 

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