writing prompt – Cyberpunk mal anders

By | 17. Juli 2014

Moinsen.

Nachdem ich derzeit einige Cyberpunk-Klassiker nachhole, hatte ich gestern eine wie ich finde interessante Idee für eine Story.

Viele „klassischen“ Cyberpunkt/ScienceFiction Romanen erschaffen ja eine Zukunft, in der der „Cyberspace“ immer näher an die reale Welt heranrückt. Menschen können mit Implantaten bestimmte Fähigkeiten erlangen oder verbessern und  sich mit Computer-Brain-Interfaces direkt mit der virtuellen Welt verbinden. Die Grenze zwischen Realität und Virtualität wird somit immer dünner.

Wenn wir jetzt z.B. den Cyberspace aus, sagen wir, Stephensons „Snow Crash“ nehmen und diesen als Weiterentwicklung des Internets wie es heute existiert interpretieren, stellen sich da doch einige Fragen. Viele Netzaktivisten und interessierte Onliner sind ja nicht unbedingt zufrieden mit dem derzeitigen Zustand des Internets. Zu großen Teilen wird es angeboten,  kontrolliert und gefiltert von wenigen, monopolistischen Dienstanbietern, die umfangreiche Datensätze über jeden User haben und höchstwahrscheinlich darüber hinaus dauerhaft und in Echtzeit von diversen Geheimdiensten gescannt, überwacht und gespeichert. Einige Wenige erlangen immer mehr Kontrolle über immer mehr Datensätze und Content.

Darüber hinaus ist das Internet insgesamt, auch und grade in Deutschland, kein „freies“ Netz mehr, wenn es das jemals war. Es gibt unzählige Filtermechanismen, die versuchen möglichst feinmaschig filtern zu können, wer wann welchen Content überhaupt zu Gesicht bekommen soll. Der GEMA-forcierte Geolocation-Filter von Youtube sei hier nur als wohl bekannteste Version genannt.

Wenn man jetzt diesen eher unbefriedigenden Zustand des Internets nimmt und dieses hochskaliert auf die mögliche Zukunft aus diversen Cyberpunktszenarien: Wo landet man da? Was wären mögliche Szenarien? Geogefickte Neuro-Implantate, die einen Träger bei Ausreise erblinden lassen oder die Denkfähigkeit auf ein Minimum drosseln? Öffnungszeiten für den Cyberspace? Gratisimplantate für alle, die sich einverstanden erklären, ihre Denkmuster zu Marktforschungszwecken Facebook oder Google zu überlassen?

Ich finde, diese Idee hätte Potential.

 

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