2013

By | 1. Januar 2014

2013

Grade war oder ist ja so ziemlich jeder dabei, einen Jahresrückblick zu 2013 ins Netz zu stellen, und ich habe mir gedacht, ich versuche das auch mal.

Aber ich warne vor, anders als andere habe ich nicht wirklich ein Überthema für den Rückblick. Einige analysieren ihren Medienkonsum oder stellen ihre Toplisten online, andere gehen systematisch ihre persönliche Entwicklung oder Erlebnisse durch. Auf die reine Medienanalyse hab ich nicht so Bock, ich knabbere schon an meinem Vorhaben, zu jedem gesehen Film zumindest eine kleine Zusammenfassung bzw. Meinung zusammenzuschreiben. Und ganz so strukturiert, dass ich eine detaillierte Übersicht über mein vergangenes Jahr machen kann bin ich auch nicht. Will ich auch gar nicht sein.

Also, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, was hat 2013 mir gebracht?

Zum einen wohnen wir jetzt ziemlich genau 1 Jahr in unserer Wohnung. Ein Kalenderjahr ohne Umzug ist für mich auf jeden Fall schon mal ein Milestone, ich bin die letzten Jahre genug hin und hergezogen. Die Wohnung ist immer noch super und wurde vor einigen Wochen noch mit einer genialen neuen Couch im Wohnzimmer aufgerüstet. Für die nächsten Tage ist auch schon fest eingeplant, das Büro mal mit Stauraum zu versehen und ein wenig zu entchaotisieren.

Der Job ist definitiv ausbaufähig. Ich habe wohl irgendwie nicht die richtige mentale Einstellung für die derzeitige Arbeitsumgebung. Zumindest fühle ich mich mit meinen Ansprüchen an mich selber, an meine Arbeitsumgebung und an die Kollegen und Chefs dort manchmal wie ein ziemlicher Fremdkörper. Wenn es mit den Kollegen persönlich nicht überwiegen so gut klappen würde, hätte ich wohl schon im Laufe des Jahres frustriert das Handtuch geschmissen und nicht selten bin ich mit dem Gefühl nach Hause gekommen, in der IT generell falsch gelandet zu sein.

Ich habe parallel schon angefangen nach Alternativen zu suchen und auch 2-3 Verlegenheistbewerbungen rausgeschickt. Allerdings klangen die Angebote auch nicht unbedingt nach Traumjob, was aber egal war, denn es kamen eh zwei Absagen. Eine Personalvermittlungsfirma ist noch auf mich angesetzt, aber da fühlt es sich auch so an, als würden die versuchen mir die Katze im Sack zu verkaufen. Klar gehen die nicht mit ihren Mandanten hausieren, sonst könnte ich mich ja direkt bewerben und denen ihre Provisionen versauen, aber trotzdem weiß ich lieber, worauf ich mich überhaupt einlasse.

Andererseits ist ja positiv am Job, dass ich da mit Bandshirts, Kapuzenpulli, Cargohose und meinetwegen auch Bademantel und Gummilatschen rumlaufen kann, ohne schief angeguckt zu werden, die Vertrauensarbeitszeit flexibel ist und das Geld zwar nicht berauschend aber ausreichend ist. Grade die nichtvorhandene Kleiderordnung ist mir schon wichtig, so oberflächlich das klingt, und so fallen viele Industrie-Weißhemden-IT Jobs schon raus für mich – *sigh*- Irgendein toller, fordernder IT-Job in einer netten, coolen kleinen IT-Startup-Klitsche oder so wäre es wohl für mich. Die Suche nach dem Traum halt, aber mal gucken.

Der Ausblick auf 2014 bleibt in dieser Hinsicht unklar. Mein Vertrag läuft bis jetzt im August aus, allerdings würden mich Chefs gerne halten. Und ich wäre dumm, dass nicht zumindest als Alternativstrategie zu forcieren. Unter Zugzwang was Neues zu suchen ist immer schlimmer, als sich aus einer bezahlten Arbeit nach Alternativen umzuhören.

Das Highlight 2013 war definitiv der Urlaub.

1 Woche Schweden im Holzhaus zu schönstem Midsommar-Wetter und direkt hintendrangeklatscht 10 Tage Teneriffa. Wird, grade auch in der Kombination, schwer zu toppen.  Schweden war Erholung pur und wunderschön. Teneriffa war super erholsam, vielseitig und ereignisreich. Auf Europas höchsten Vulkan gewesen, durch bizarre Landschaften und Wälder gewandert, creepy Bergstraßen erkundet und ansonsten lecker gegessen und am Pool gechillt. Ich teile da die Ansicht meiner Familie: Kanaren – immer wieder gerne!

Im Gegensatz dazu stand als Negativ-Erfahrung das ReggaeJam. Eigentlich mein Traditionsfestival, auf dass ich schon seit Jahren gehe und auf das ich mich wieder sehr gefreut hatte. Aber entweder werde ich langsam zu alt für den Scheiß oder es war einfach zu heiß und zu anstrengend. Auf jeden Fall haben mich die 38° Grad über Tag und der Temperatursturz zur Nacht ziemlich umgeknockt und ich musste mich nach einer Fieberfahrt zurück in die Heimat erstmal ne Woche krankschreiben lassen. Mal gucken, ob und wie ich dass das nächste Jahr regel.

Was mir 2013 ein bisschen gefehlt hat, war die soziale Komponente. Ja, ich habe viele gute Freunde, aber die sind zum größten Teil in alle Windrichtungen verstreut und mir fehlt einfach manchmal die Option, mit jemandem rumzuhängen. Ich werde mich wohl darauf einlassen müssen, mal aktiv unter Leute zu gehen. Es gibt ja in Frankfurt durchaus net-affine Veranstaltungen auf die man gehen kann. Ich sträube mich allerdings ein bisschen davor, obwohl ich eigentlich gerne ein sozialer Mensch bin, hab ich doch eine leichte Abneigung davor, einfach auf Leute zuzugehen bzw. unter fremden Leuten zu sein. Und nach 8h Büro fällt es mir auch generell oft schwer, nicht einfach nach Hause auf die Couch zu fahren, sonder mir noch mal den „Aufwand“ anzutun. Auch wenn ich mich hinterher dann ärgere es nicht getan zu haben.

Da werde ich mal versuchen, aktiv dran zu arbeiten bzw. meine Vorbehalten zu überwinden. Drückt mir die Daumen.

Ansonsten war das Jahr im Großen und Ganzen positiv. Wir und die Familien sind gesund, wir haben ein Dach über dem Kopf, einen vollen Kühlschrank und können uns hin und wieder sogar etwas Luxus gönnen.  Natürlich kann es einem fast immer besser gehen, aber uns geht es auf jeden Fall besser als vielen anderen Leuten auf der Welt, und diese Tatsache versuche ich nicht aus den Augen zu verlieren und wertzuschätzen.

In diesem Sinne auf einen gesunden und awesomen Start ins neue Jahr.

MfG,

K

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