Monster University

By | 18. November 2013

Da ich an dem subversiven Humor von „Monsters, Inc“ sehr viel Spaß hatte, hab ich mich auf „Monster University“ schon einigermaßen gefreut. Immerhin hat Pixar/Disney sich über 10 Jahre Zeit für den Nachfolger gelassen, da war die Vorfreude umso größer.

Worum gehts?

Grob zusammengefasst geht es um den frühen Werdegang von Mike und Sully, den beiden „Protagonisten“ von Monsters, Inc., ihre gemeinsame Zeit auf der „Monster  University“ (d’uh) und den Beginn ihrer Freundschaft.

Mike ist der klassische, ein bisschen nerdige Outsider. Er hat sich die Aufnahme in die Uni schwer erarbeitet hat und es ist sein größter Traum, einmal als Erschrecker zu arbeiten.

Sully ist der Prototyp des beliebten Frat-Boys. Gesegnet mit einem Naturtalent im Erschrecken und im Schatten seinen bekannten und berühmten Vaters scheint ihm der Erfolg und die Anerkennung auch ohne große Anstrengung direkt zuzufliegen.

Beide treffen sich, kommen nicht grade gut miteinander klar und geraten, wie unschwer zu erwarten, in Schwierigkeiten, die sie nur lösen können, indem sie den Wert von Teamwork und Freundschaft wertzuschätzen lernen.

So kurz so gut, die Handlung steht für mich nicht wirklich im Vordergrund. Es werden halt die klassischen Stereotype von amerikanischen College-Filmen (Frats, Cheerleader, Gothics, Nerds, verkiffte Langzeitstudenten etc.) verwurstet, um durchaus auch kindgerecht Moralvorstellungen zu transportieren.

Die Fraktionen werden aber durch Pixar herrlich überzogen karikiert und nie zu ernst genommen. Die Stereotype sind so gezeichnet, dass es fast schon als Satire erkennbar ist und leben von den herrlich skurrilen und liebevoll charakterisierten Figuren.

Der Großteil des Spasses bei „Monster University“ entsteht durch die Situationskomik. Running Gags, Slapstickeinlagen und subtile Dialoge machen Freude, täuschen aber meiner Meinung nach nicht darüber hinweg, dass die eigentliche Story irgendwie platter daherkommt als bei „Monsters, Inc.“

Mir fehlte ein bisschen die Tiefe in der Handlung, zu vorhersehbar sind die Situationen und die Handlungen der Pixelhelden sodass es nie zu einem wie auch immer gearteten Plot Twits oder „Aha-Moment“ kommt.

Nichtsdestotrotz ist Monster University wieder ein Film, an dem Kinder und Erwachsene gleichermaßen Spaß haben können.

Wer auf nette, leicht skurille Digitalunterhaltung steht, für den ist der Film empfehlenswert.

Ich persönlich fand Konkurrenten der letzten Jahre wie „Despicable Me“ und „Hotel Transylvania“ etwas besser, da storytechnisch etwas interessanter.

6 Stars (6 / 10)

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