Koffein

By | 16. September 2013

Seitdem ein Elitenerd vor einiger Zeit in einem Vortrag Kaffee- bzw. Koffeinkonsum kritisiert und ein gesunderes Leben ohne Koffein und andere Drogen propagiert hat, sind natürlich alle drauf angesprungen und leben ach so bewusst.

Dazu ist zu sagen, dass ich nix dagegen habe, wenn Leute ihren Lebensstil ändern und bewusster oder gesünder leben wollen. Aber oft rutscht das Verhalten dieser Leute, die den für sich richtigen Weg gefunden haben, mitunter ins Missionarische oder latent Überhebliche ab. So ein leicht hochnäsiges Bewusstsein darüber, dass man es selber ja richtig macht, während die „anderen“ wohl noch nicht die eigene Bewusstseinsebene erreicht haben.

Ist mir eigentlich egal, ärgert mich aber manchmal.

Vor allem bei Koffein.

Klarstellung: Ist Koffein eine Droge? Per Definition, dass Koffein den Körper biochemisch, psychisch und physisch beeinflusst , bestimmt.

Aber, ich zitiere:

„Caffeine is quickly and completely removed from the brain. Its effects are short-lived and it tends not to negatively affect concentration or higher brain functions.“

Kein Verbleib im Gehirn, kein nachgewiesener Einfluss auf höhere Gehirnfunktionen.

Der Teufel steckt, wie so oft, aber wieder im Detail, bzw. in diesem Fall in der Dosierung:

„However, continued exposure to caffeine leads to developing a tolerance to it.“

Wenn ich jeden Tag 2 Liter Kaffee trinke, gewöhnt sich der Körper an die erhöhte Dosis Koffein im Blut und passt seinen Adenosinhaushalt entsprechend an. Setzt man den Kaffee dann ab, fällt man unweigerlich in ein Loch. Blutdruck geht in den Keller, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme sind normale Nebenwirkungen.

Ist so, kann man nicht wegdiskutieren. Aber Kaffee und Koffein grundsätzlich als „schlecht“ oder „ungesund“ zu definieren, ist in meinen Augen ein zu radikaler Standpunkt.

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