Langeweile

By | 5. Juni 2013

Es ist vielleicht für einige schwer nachzuvollziehen, aber man kann sich wirklich ins totale mentale Koma langweilen wenn man absolut nichts zu tun hat.

Einigen Kollegen macht das nichts aus. Sie haben sich ihre Nische gesucht, mit einigen Standard-Aufgaben, die sie routiniert abreißen und sonst den Rest des Tages auf die Rente warten können.

Aber ich drehe fast durch. Ich sitze am Rechner, surfe ziellos in der Gegend rum, bin nach 2h im Büro schon alle Nachrichtenseiten durch und bei Reddit auf der xten Seite und habe kein Ventil, meine Energie loszuwerden.

Stattdessen fange ich wahllos an, irgendwelche Projekte, Webseiten oder Softwaretools einzurichten oder auszuprobieren, nur um nach 3 Stunden schon wieder das Interesse zu verlieren und alles wieder einschlafen zu lassen.

Das Ganze geht in einem so extremem Maße auf die Konstitution, dass es sich schon körperlich zeigt als Kopfschmerzen oder allgemeine Unruhe. Trotz alltäglicher Tatlosigkeit bin ich  nach so einer Woche, oder gerne mal auch nach so einem ereignislosen Tag,  körperlich am Ende, reizbar und genervt. Kann mich auch zuhause kaum noch  zu etwas motivieren außer mich auf die Couch zu hauen und berieseln zu lassen. Und dabei ist mein Geist wie elektrisiert auf 180. Den ganzen Tag ungefordert, ungenutzt braucht man doch zwangsläufig eine Art der Challenge. Eine Aufgabe, ein Hobby. Aber der Körper erstarrt in Lethargie, sodass man umso mehr Zeit und Muße hat, über die Frustration und die Sinnlosigkeit seiner eigenen Situation zu reflektieren, aber nicht die Energie aufbringen will/kann aktiv zu werden und etwas zu ändern.

Totaler Stillstand.

 

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